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Werkzeug Hier finden Sie eine kleine Übersicht über die wichtigsten Werkzeuge für die Barhufbearbeitung. Hufraspel Diese ist auch für den Pferdebesitzer interessant, um entstandene scharfe Kanten zu brechen oder um ausgebrochene Stellen am Tragrand wegzuraspeln, damit sie nicht noch weiter ausbrechen. Für diese kleinen Arbeiten spielt es eigentlich keine große Rolle, welche Raspel man sich kauft. Wichtig ist, dass die Raspel immer sauber und trocken gelagert wird, damit sie nicht rostet. Hufraspeln gibt es von vielen verschiedenen Herstellern in unterschiedlichen Qualitäten und mit verschiedenen Eigenschaften. Die gängige Raspel ist ca. 35 cm lang und hat eine grobe und eine feine Seite. An einem Ende befindet sich eine sog. Angel, an der man einen Raspelgriff anschrauben kann. Am bekanntesten unter den Profiwerkzeugen ist wohl die Raspel von Save-Edge. Mit ihr läßt es sich recht unproblematisch arbeiten, sie "rattert" nicht, auch wenn sie noch neu, und nicht "eingearbeitet" ist. Ihre Zähne werden nicht allzu schnell stumpf. Männer haben jedoch eindeutig länger Freude dran. Als Frau merkt man doch recht schnell, wie die Raspel nach etlichen Anwendungen nachläßt. Ich arbeite auch gerne mit der Heller Legend von Simonds. Ist die Raspel neu, bleibt man zu Anfang gerne damit hängen, da ihre Zähne doch recht grob sind. Eine etwas preisgünstigere Alternat ist die Bellotta. Sie hat ähnliche Eigenschaften wie die Save-Edge, vielleicht etwas feiner. Hufmesser Hufmesser gibt es ebenfalls in vielen Varianten für vielerlei Zwecke, Ansprüche und Vorlieben. Egal für welche Art Messer man sich entscheidet - guter Stahl ist das Wichtigste. Er sollte nicht zu hart sein (schwer nachzuschleifen), aber auch nicht zu weich (wird schnell stumpf). Mit einem Messer für 9 Euro hat man keine Freude. Auch sollte man sich kein zweischneidiges Messer kaufen, da man damit keinen Hebelschnitt mit dem Daumen durchführen kann. Dann doch lieber zwei Messer (eines links- und eines rechtsschneidend). Gute Messer gibt es u. a. von folgenden Herstellern (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) F. Dick: Gutes Qualitätsmesser in verschiedenen Ausführungen (schmal, breit, kurz, lang). Eines meiner ersten Messer, das ich auch heute noch gerne benutze. Hauptner: Ebenfalls ein gutes Messer in verschiedenen Ausführungen. Double-S: Mein persönlicher Favorit. Gutes Preis-Leistungsverhältnis. Die Klinge ist leicht konvex gebogen, klasse Schliff. Mit dem Spyderco Messerschärfset auch in der Rundung "rattenscharf" nachzuschleifen. Anvil Brand "The Knife": Eine Legende unter den Messern. Top-Qualität, die ihren Preis hat. Hall: Kanadische Qualitätsmesser mit einem ausgezeichneten Schliff. Hall bietet auch Schlaufenmesser an. Es gibt noch viele andere gute Marken, die ich jedoch noch nicht alle ausprobiert habe. Erfahrungen oder "Geheimtipps" sind immer willkommen. Hufzange Hufzangen, auch Nipper genannt, benutzt man, um gößere Tragrandüberstände zu entfernen. Absolut hochwertige Nipper gibt es u. a. von G.E., St-Croix u.s.w. Nipper benutze ich häufig bei Arthrose-Pferden. Das Weghauen des überschüssigen Horns mit der Hauklinge verursacht den Tieren oft Schmerzen. Benutzt man den Nipper, tut es den Pferden nicht so weh und sie stehen wesentlich ruhiger. Wetzsteine und andere "Scharfmacher" Ein stumpfes Hufmesser wieder scharf zu kriegen, ist oft gar nicht so einfach. Es gibt viele Methoden und jeder hat sein eigenes Rezept. Eine scharfe Rundung beim Hufmesser erleichtert die Arbeit ungemein. Meine favorisierte Methode ist folgende: Die Messerklinge reinige ich vorbereitend mit Schleifpapierstreifen, z.B. von der Fa. Luwex. Danach benutze ich den Sharpmaker von Spyderco. Bei den Double-s-Hufmessern ist die Rundung weit genug, um mit den Keramikstäben des Spyderco auch die Rundung rasiermesserscharf schleifen zu können. Messer mit engerer Rundung können damit nur unzureichend geschliffen werden. Etwas langwieriger und unbefriedigender, dafür aber wesentlich kostengünstiger ist der Swiss Sharpener von Istor. Um mit dem Swiss Sharpener in die Rundung zu kommen, habe ich vorne die Halterung des Schleifsteins mit dem Dremel weggeschliffen und den Schleifstein dann mit einem guten Kleber in den Rest der Halterung wieder fest eingeklebt. Das hält schon seit Jahren bombenfest. Damit kommt man dann in jede Rundung.
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